"Die Bestmannoper"

Pressespiegel zur Uraufführung am 8.4.2006 und weiteren Aufführungen im Frühjahr 2006 am Theater Osnabrück

Pressebild"Lachen kann töten - Naziverbrecher gehören nicht auf die Opernbühne. Mit seiner 'Bestmannoper' über den SS-Mann Alois Brunner ist Alex Nowitz der Beweis des Gegenteils gelungen. [...] Alex Nowitz als Komponist und Ralph Hammerthaler als Librettist haben erkannt, dass nur knappe, präszise Szenen und eine ebenso knappe, rhythmisierte Sprache sowie eine sprunghafte Zeitstruktur für die Handlungsabläufe dem Komplex Brunner auf der Bühne beizukommen vermögen. Dazu kommt eine gehärtete, griffige Musiksprache, die den brutalen Effekt ebenso beherrscht wie die ironisch-zynische Verfremdung. Brecht und Weill scheinen im Aufriß der Szenen herein, doch Nowitz und Hammerthaler treiben in der makabren Zuspitzung und absurden Übersteigerung mancher Szenen die Vorgänge sehr nahe an unsere gegenwärtigen Nerven heran. [...] Die Zusammenarbeit der Osnabrücker Oper mit der Rheinsberger Opernwerkstatt bescherte dem Musiktheater ein wichtiges Werk für eine aktuelle Zeitoper." Frankfurter Allgemeine Zeitung sowie Neue Musikzeitung

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"Alex Nowitz […] und sein Librettist Ralph Hammerthaler […] haben es gewagt, Szenen aus dem Leben von Alois Brunner, den der Judenvernichter Adolf Eichmann seinen „besten Mann“ nannte, in Musiktheater zu verwandeln. Wenn ihre ‚Bestmannoper’ kommenden Samstag in Osnabrück uraufgeführt wird, braucht das Publikum keine zähe Trauerarbeit zu fürchten:  Stattdessen ertönt zu oft schrillem Bläsersound ein Text, der weit mehr von Rap-Poesie als von zeitgeschichtlichen Handbüchern inspiriert ist.“ Der Spiegel

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„Die Bestmannoper erschüttert. Dem deutsch-türkischen Regisseur Immo Karaman gelang eine ergreifende Inszenierung. Musikalisch hat Alex Nowitz moderne, außergewöhnliche Klänge gefunden.
Die musikalische Umsetzung- ob vom Chor oder dem Osnabrücker Sinfonieorchester und nicht zuletzt seitens der Solisten – leitet mit großem Engagement Hermann Bäumer.
Grandios gestaltet Mark Bowman-Hester den Bestmann, Christoph Nagler den Jaccuse, Eva Schneidereit die Wirtin, Natalia Atamanchuk die Anni […].
Mit minutenlangem Beifall für die Autoren wie für die Interpreten der Oper reagierte das Publikum erst nach ergriffenem Schweigen am Ende der Vorstellung.“ Neues Deutschland

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"Nowitz entfaltet seine reiche musikalische Sprache,[nutzt] die Palette des modernen Symphonieorchesters, setzt den satten Farbton neben die kammermusikalische Feinzeichnung. Doch auch die ausdrucksvolle Gesangslinie findet Nowitz- etwa für die drei jüdischen Frauen (Kristine Larissa Funkhauser, Iris Maria Kotzian und Eva Schneidereit) oder [für den Gegenspieler Bestmanns,] Jaccuse, den Christoph Nagler mit bewegenden Tönen Gestalt annehmen.
Zudem spielt Nowitz mit den Konventionen des Musiktheaters: Da trällert Bestmann- von Mark Bowman-Hester mit umwerfender Präsenz dargestellt und gesungen- zusammen mit seiner Anni (Natalia Atamanchuk) in feinster Operettenmanier.
Mit großer Übersicht setzt Generalmusikdirektor Hermann Bäumer das zusammen mit dem Osnabrücker Sinfonieorchester um. Die Musiker realisieren die rhythmisch vertrackte Partitur flexibel und mit hoher Spannung.
Der in der Musik angelegten Stringenz entspricht auch die szenische Umsetzung durch Immo Karaman. […]
Und so erhalten Nowitz und Hammerthaler, zusammen mit dem gesamten Team, großen Applaus. Der Fall Alois Brunner als Opernstoff? Auf jeden Fall.“ Neue Osnabrücker Zeitung

„[…] So grotesk wie die Wirklichkeit.“ DIE ZEIT

„Eine Oper über Alois Brunner, den Nazischergen, den Adolf Eichmann seinen besten Mann nannte. Mehr als 128 000 Juden ließ er deportieren. In Abwesenheit wegen Mordes verurteilt, lebt Brunner vermutlich noch heute in Damaskus, unbehelligt von der deutschen Justiz. Diesen Skandal greift der Potsdamer Komponist Alex Nowitz auf und zieht Brunners Bestialität ins Groteske.“ ZDF-Aspekte

"Darf man über einen Massenmörder eine Oper schreiben, gar eine Groteske? Ja! Der Abend in Osnabrück bewies es. […] Ralph Hammerthalers Libretto pointiert Situationen und Charaktere. Es gibt kein überflüssiges Wort, dafür viel Raum für die Komposition von Alex Nowitz. Der nutzt ihn für eindringliche, emotionale Klangbilder, gibt Bestmann entlarvende Arien, auch mal mit operettigen, volkstümelnden Passagen bis hin zum Jodler, die Mark Bowman-Hester mit strahlkräftigem Charaktertenor singt. Christoph Naglers Bariton besitzt die Flexibilität, um Jaccuse' Gefühle von kindlicher Todesangst bis zu kämpferischer Anklage glaubhaft auszudrücken. Das Orchester folgte seinem Generalmusikdirektor Hermann Bäumer mit großem Engagement. Regisseur Karaman nutzt von den Autoren beabsichtigte Comic-Elemente, die weniger Lachen, vielmehr Entsetzen und Wut hervorrufen. Mit stürmischem Applaus dankt das Publikum für eine freche, brisante, politische Oper. […]" Märkische Allgemeine Zeitung

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"Christoph Nagler gab kraftvoll den Jaccuse in einer intensiven Mischung aus Verzweiflung und Stärke. Vor allem Mark Bowman-Hester, (…) erwies sich als ideale Besetzung für die Titelpartie. (…)
DIE BESTMANNOPER", - ein großartiger Erfolg für Alex Nowitz und Ralph Hammerthaler." Westfälische Nachrichten

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"Ein Sommernachtstraum"

Eine Koproduktion der Schaubühne Berlin und des Hellenic Festival Athen unter der gemeinsamen Regie von Thomas Ostermeier und Constanza Macras aus dem Jahre 2006.

Pressebild"Einer der Musiker, Alex Nowitz, Komponist und Countertenor, nimmt sich der englischen Verse der Szenen der Verzauberung an, so lautmalerisch, so ohrenumschmeichelnd, so flirrend, zwischen Klang und Körper, Wirklichkeit und Traum, dass sich tatsächlich mit jedem Vers neue Räume öffnen und die Szene wandelt." taz Berlin, 4.9.2006

"Und natürlich die Livemusiker R. Chris Dahlgren, Maurice de Martin und Alex Nowitz, die so ziemlich alles von Händel bis Hardrock aufspielen und in Nowitz überdies einen hochkarätigen Countertenor aufbieten." Tagesspiegel Berlin, 4.9.2006

"Wobei der Musiker Nowitz, als Sänger und Zwitterwesen in das Treiben auf der Bühne integriert, mir seiner großartigen Countertenorstimme und seinem astreinen Shakespeare-English den hohen Ton angibt: allerfeinst." Süddeutsche Zeitung, 6.7.2006

Pressebild"Ein seltsames Zwitterwesen irrlichtert durch diesen Sommernachtstraum, ein sonnenbebrillter Satyr in schwarzem Leder, irgendwo zwischen Dandy und Diva, der mal mit Elvisschmelz Songs über Liebe, Lust und den ganzen Rest singt, dann wieder, ganz große Oper, unversehens mit einer Arie in kristallenen Knabenhöhen betört. Der androgyne Rockstar-Pan, er treibt als hintergründiger DJ den ekstatischen Abend an, er führt am Ende die libidoverwirrten Shakespeare-Figuren am unsichtbaren Gängelband. Eine rauschhafte Eros-Party in der Kopfschmerz-Dämmerung, die der Regisseur Thomas Ostermeier und die Choreografin Constanza Macras da mit Tänzern, Schauspielern und Musikern aus der elisabethanischen Liebeskomödie gezaubert haben, einer der Hits der vergangenen Schaubühnen-Saison. Und Alex Nowitz, Pianist, Komponist, Sänger, Countertenor, Improvisationskünstler, kurz: unverschämtes Multitalent, ist darin der Zeremonienmeister." Tagesspiegel Berlin, 25.8.2007