Image © Oscar Loeser, 2016.
Alex Nowitz (* 1968 Bayern) studierte Gesang und Komposition, Musikpädagogik und -wissenschaft an der LMU München, TU Berlin, UP Potsdam (DE) und SUNY Potsdam (US). Er ist vorrangig tätig als Komponist und vokaler Performancekünstler. Darüber hinaus tritt er auch im Feld der Improvisations- und Klangkunst und der künstlerischen Forschung (artistic research) in Erscheinung, ist Autor und Kurator. Seine Kompositionen umfassen zahlreiche Werke vokaler und/oder instrumentaler Kammermusik, abendfüllende Opern (Staatstheater Braunschweig, Theater Osnabrück), Orchesterstücke (zuletzt Kammerakademie Potsdam), elektroakustische Musik (Audiorama Stockholm), multimediale Konzertformate (fabrik Potsdam, Operadagen Rotterdam), Musik für Tanz (Chartier Danse Toronto) und Sprechtheater (Schaubühne Berlin). Als composer-performer präsentiert er auf internationaler Ebene erweiterte vokale Performancekunst, wobei er oft anwenderspezifische, gestenkontrollierte Live-Elektronik benutzt, insbesondere das 'Strophonion', das am STEIM in Amsterdam für seine Zwecke entwickelt wurde und er seit 2011 regelmäßig der Öffentlichkeit präsentiert. Sowohl in seiner vokalen Performancekunst als auch in seinen Kompositionen erforscht und erprobt er eine Konzeption der Vielstimmigkeit. 2019 verlieh ihm die Universität der Künste in Stockholm dafür den Doktorgrad in den Künsten ('Performative and Mediated Practices with Specialisation in Opera'). Als künstlerischer Forscher und Autor veröffentlicht er Essays, Artikel und Online-Expositionen auf Deutsch und Englisch. In seinen Lecture-Performances, aber auch in seinen Schriften sucht er künstlerische mit akademischen Kulturpraktiken zu verbinden. Eines der letzten Publikationen dieser Art ist das Buchkapitel 'Assemblages of Multivocal and Schizophonic Practices: Unleashing the Machined Voice' in Machinic Assemblages of Desire: Deleuze and Artistic Research 3 (Orpheus Institute Series, University Leuven, Mar. 2021). Im November 2021 kuratierte er das Internationale Festival für vokale Performancekunst, Klang und Musik – Designing Voices (Potsdam/Berlin) und lud renommierte  KünstlerInnen aus dem Ausland (Schweden, Norwegen, Schweiz, Frankreich) sowie aus Potsdam und Berlin ein. Im April 2022 brachte die Kammerakademie Potsdam die Auftragskomposition 'Vom Glühen der Glut' für Orchester und Smartphones zur Uraufführung. Ursprünglich für 2020 vorgesehen, ist Alex Nowitz 2022 Stipendiat an der Villa Aurora in Pacific Palisades (Los Angeles/USA).

https://nowitz.de/
https://nowitz.de/gesture-controlled-live-electronics
https://designing-voices.nowitz.de/


(Stand 5. Sept. 2022)

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